Georouten

Die neuen GeoRouten in der VG Asbach

Unsere Heimat hat so viel Schönes zu bieten: Bergbaugeschichte, eine besondere Geologie, Weitblicke, tiefe Wälder und weite Felder, plätschernde Bäche und verschlungene Pfade. Für all dies steht unsere Region im malerischen Wiedtal.  

Wir freuen uns sehr, Ihnen die neue GeoRouten „Basalt und Buntmetalle“ und "Im Tal der alten Hütte" vorstellen zu dürfen. Die geführte Wanderung "Im Tal der alten Hütte" fand bereits am 18. Juni statt und war ein großer Erfolg. Die Bildergalerie Sie hier. Entdecken Sie mit uns gemeinsam die GeoRoute "Basalt und Buntmetalle". Wir laden Sie herzlich zu der geführten Wanderung ein:

Die Wanderung GeoRoute "Im Tal der alten Hütte" am Samstag, den 18. Juni 2022:

Die neue GeoRoute: Eine Spurensuche in das „Tal der alten Hütte“.

GeoRoute? Was ist das? Die GeoRouten verbinden Standorte in der Region, die die Möglichkeit bieten, tief in die spannende Entwicklungsgeschichte der Erde und die lebendige Industriekultur der Region einzutauchen. An den miteinander verbundenen Informationspunkten (GeoTope, GeoPunkte, GeoBlicke und Geolnformationszentren) werden interessante Geschichten über die Bergbautradition, das Leben der Menschen sowie die einmalige Naturlandschaft und Geologie erzählt.

Auch unsere Region kann in diesem Jahr mit zwei neu erschaffenen GeoRouten aufwarten, denn unsere Heimat hat nicht nur viel Schönes, sondern auch viel Interessantes zu bieten. Auf den GeoRouten „Im Tal der alten Hütte“ und „Basalt und Buntmetalle“ kann man ganzjährig spannende Zeitreisen zu Fuß antreten.

So starteten ca. 60 Wanderer am Samstag, den 18. Juni, morgens gegen 10:30 Uhr, von der Grube Ferdinand in Neustadt (Wied), Ortsteil Funkenhausen um das „Tal der alten Hütte“ zu entdecken. Beim gemeinsamen Erwandern der ersten Etappe gab es neben der schönen Landschaft und sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad spannende Informationen zur Geologie und Bergbauhistorie rund um Altenhütte. Weitblicke, tiefe Wälder und weite Felder, plätschernde Bäche und verschlungene Pfade – so ging es teils querfeldein durch unsere Heimat im wunderschönen Raiffeisenland.

Die GeoRoute ist insgesamt 17,6 Kilometer lang und kann in 3 Etappen oder „am Stück“ erwandert werden. Die erste Etappe über 9,5 km führt von der Sandsteinkirche in Fernthal aus zu den Bergwerken auf dem Grübelsberg, den Röstöfen der Grube Ferdinand und weiter in das „Tal der alten Hütte“ bis zur Hombachsmühle. Über einen markierten Verbindungsweg kommt man dann direkt zur Altenhütte von wo aus man wieder zurück nach Fernthal kommt. Im Tal wurde ein Shuttle-Service für diejenigen bereitgestellt, die den Anstieg nach Fernthal nicht absolvieren konnten. Gegen 14 Uhr fand in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Fernthal die feierliche Einsegnung der GeoRoute durch Pfarrer Peter Strauch statt. Auch die Vertreter der Kommunen fanden sich hier ein. Michael Christ, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Asbach, freute sich bei seiner feierlichen Ansprache über die neuen touristischen Highlights in unserer schönen Heimat und dankte denen, die maßgeblich an dem Konzept und der Umsetzung dieser Maßnahme beteiligt waren. „Die Ausgestaltung dieser Idee ist mit viel Engagement und Herzblut verbunden und festigt das Bewusstsein der Menschen für die Geschichte unserer Heimat!“ Nach einer Rast im Gasthof 'Dreischläger Hof' ging es wieder zurück zur Grube Ferdinand und auch hier gab es abschließend noch einmal die Möglichkeit sich zu stärken und über die Erlebnisse des Tages zu plaudern. Der Erste Beigeordnete der VG Altenkirchen-Flammersfeld Rolf Schmidt-Markoski und Peter Fischer, verantwortlich für den Bereich Tourismus in der VG Asbach, sprachen das Schlusswort. „Die GeoRoute „Im Tal der alten Hütte“ ermöglicht den Menschen, die in unserer Region leben, aber auch Wanderfreunden und Feriengästen, auf „Schusters Rappen“ in die eiserne Vergangenheit unserer Heimat einzutauchen und gleichzeitig die Schönheit der Landschaft des Westerwaldes zu erleben!“ so Schmidt-Markowski. Peter Fischer bedankte sich bei den tapferen Wanderern, die trotz der aussergewöhnlichen Hitze den anstrengenden Weg auf sich genommen hatten und sprach noch einmal die Einladung zur Eröffnung der zweiten GeoRoute am 2. Juli aus. Freudige Gesichter versprachen, auch hier wieder dabei sein zu wollen!

Die Erschließung der Georoute ist ein Gemeinschaftsprojekt der Ortsgemeinde Neustadt (Wied), der Verbandsgemeinde Asbach und der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld unter Projektleitung von Christoph Eul vom Planungsbüro Eul und dem Landesamt für Geologie und Bergbau RLP, Obergeologierat Roger Lang. Christoph Eul hat sich auf die Fahne geschrieben, das große Wissen der Heimatforscher aus der Region zu konservieren, zu digitalisieren und vor allen Dingen Interessierten zugänglich zu machen. Er hat das Internetportal QR-Kultur ins Leben gerufen, das als Wissensdatenbank heimatkundlich Interessierten, Touristen oder auch Schülern dienen kann. Ebenso sind der GeoPark Westerwald-Lahn-Taunus und der Naturpark Rhein-Westerwald, der das Projekt mit 80% gefördert hat, Initiatoren dieser Aktion.